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Texter:in beauftragen Teil 2: So sieht ein gelungenes Briefing aus

Sie haben eine Texter:in gefunden, mit der Sie zusammenarbeiten möchten. Super! Jetzt fehlt nur noch eins: ein gutes Briefing. Denn auch die beste Texter:in kann nur dann einen guten Job machen, wenn sie weiß, was genau sie schreiben soll. Klingt logisch – wird aber in der Praxis oft unterschätzt. Statt konkreter Infos gibt’s nicht selten vage Aussagen wie: „Wir brauchen da mal was für unsere Website“ oder „Schreiben Sie einfach mal los – Sie sind ja der Profi.“ Klar, ein Profi denkt mit. Aber Hellsehen gehört nicht zur Stellenbeschreibung.

Damit Sie von Anfang an auf der sicheren Seite sind, zeige ich Ihnen hier, wie ein gutes Text-Briefing aussehen kann.

1. Worum geht’s überhaupt?

Bevor es um schöne Formulierungen geht, braucht’s erst mal Inhalt. Also:

  • Welches Thema soll behandelt werden?

  • Was ist das Ziel des Textes (z. B. informieren, verkaufen, Vertrauen aufbauen)?

  • In welchem Format soll er erscheinen (Website, Flyer, Blogbeitrag, Whitepaper, LinkedIn-Beitrag …)?

Je konkreter Sie an dieser Stelle werden, desto besser.

2. Wer soll den Text lesen?

Die Zielgruppe ist entscheidend. Eine HR-Managerin erwartet andere Informationen als ein IT-Leiter . Hilfreiche Infos sind zum Beispiel: Branche und Position der Leser:innen und deren Vorwissen zum Thema. Sprich: Muss man bei null anfangen oder hat man es mit einem Fachmann zu tun? Typische Fragen oder Probleme Ihrer Zielgruppe sind ebenfalls eine hilfreiche Anregung für Ihre Texter:in, damit der Text letztlich erreicht, was er soll.  Wenn Sie bereits Personas haben – perfekt. Wenn nicht: Ein kurzer Absatz mit ein paar Stichpunkten zur Zielgruppe tut’s auch.

3. Was soll drinstehen – und was nicht?

Texter schreiben, was sie wissen. Wenn bestimmte Inhalte auf jeden Fall genannt werden sollen, dann bitte ins Briefing damit. Das können Produktvorteile, USPs, technische Details oder auch Hinweise auf aktuelle Studien sein. Auch Links (ja, auch gerne zum Wettbewerber) sind Gold wert. Nicht etwa, um abzuschreiben, sondern um zu schauen, wie andere die Aufgabe lösen – und es im Zweifel besser zu machen.  Genauso wichtig ist übrigens, was nicht im Text stehen soll – beispielsweise veraltete Infos, bestimmte Begriffe oder Phrasen.

4. Tonfall, Stil & Dos and Don’ts

Nicht jeder Text soll gleich klingen. Manche Unternehmen mögen’s locker und nahbar, andere setzen auf klare Fakten und formelle Sprache. Wenn Sie möchten, dass Ihr Text zum bestehenden Auftritt passt, geben Sie ein, zwei Referenzbeispiele mit:

  • Gibt’s Texte auf Ihrer Website, an denen man sich orientieren kann?

  • Was gefällt Ihnen stilistisch – und was gar nicht?

Und bitte keine allgemeinen Aussagen wie „möglichst modern“. Für Texter ist das ungefähr so hilfreich wie „wir wollen ein bisschen was mit Blau“ für eine Grafikdesigner:in.

5. Soll der Text bei Google gefunden werden? (SEO)

Wenn Sie möchten, dass Ihr Text auch in den Suchergebnissen bei Google & Co. auftaucht, braucht Ihre Texter:in ein paar zusätzliche Infos:

  • Gibt es ein oder mehrere Keywords, auf die der Text optimiert werden soll?

  • Gibt es bereits ähnliche Inhalte auf Ihrer Website (damit sich nichts doppelt)?

  • Werden Meta-Angaben wie SEO-Title oder Meta-Description benötigt?

Wichtig: SEO bedeutet nicht, dass ein Wort möglichst oft wiederholt wird. Es geht um Relevanz und Lesbarkeit – für Menschen und Maschinen. Und dafür braucht Ihre Texter:in ein paar gezielte Hinweise.

6. Rahmenbedingungen & Orga-Kram

Unsexy, aber wichtig:

  • Wann soll der Text fertig sein?

  • Gibt es eine maximale oder minimale Zeichenzahl?

  • Wer ist Ansprechpartner:in für Korrekturrunde und Freigabe?

Je klarer das vorab ist, desto weniger Rückfragen gibt’s später – und desto schneller kommen Sie zum Ergebnis.

Bonus-Tipp: Einfach nach einer Vorlage fragen

Viele Texter (mich eingeschlossen) haben ein Briefing-Template, das Sie einfach ausfüllen können. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass nichts Wichtiges vergessen wird. Sie haben keine Lust auf Formulare? Kein Problem. Auch bei einem Telefonat oder Video-Call kann man gemeinsam ein gutes Briefing auf die Beine stellen. Auch hier gilt: Je mehr Gedanken Sie sich im Vorhinein gemacht haben, desto mehr Zeit und Rückfragen sparen Sie im Nachgang.

Fazit: Gutes Briefing = gutes Ergebnis

Ein präzises Briefing ist kein unnötiger Mehraufwand, sondern die halbe Miete. Es spart Zeit, verhindert Missverständnisse und sorgt dafür, dass Ihr Texter genau das abliefert, was Sie brauchen. Und das Beste: Wenn die Zusammenarbeit gut läuft, braucht’s beim nächsten Projekt meist schon weniger Input.


Sie haben ein Textprojekt im Kopf, aber noch kein Briefing?
Kein Problem – ich helfe Ihnen gern beim Einstieg. Schreiben Sie mir einfach oder rufen Sie an. Gemeinsam kriegen wir Ihr Thema auf den Punkt.

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